PROZESS -  MATHEMATIK
Charles Augustin de Coulomb ( 1736 - 1866) hat mit dem nach ihm benannten - Coulomb´schen Gesetz - eine quantitative Aussage über Kraftwirkungen auf geladene Körper, unter zu Hilfenahme einer Coulomb´schen Drehwaage,  in einem elektrischen Feld formuliert. In Bezug auf eine Vakuumumgebung und auf zwei Einzelelektronen im Abstand R gilt daher

                                    Fe = e^2 / 4 π  εο  R^2

Sir Isaac Newton, (1642 - 1726), aufgrund seiner Leistungen in Physik und Mathematik, einer der bedeutendsten Wissenschaftler aller Zeiten, formulierte analog dazu die Kraftwirkung auf ungeladene Körper, unter zur Hilfenahme einer Cavendishen Drehwaage, in einem Gravitationsfeld.    

                                     FN =  mp^2 G  /  R^2


Die zeitlichen Abfolgen und die formale Ähnlichkeit beider Gesetzmäßigkeiten ist auffällig.

Ebenso auffällig ist die Nutzung nur indirekt definierter Kennwerte wie die der elektrischen Ladung und der des Massebegriffes. 

Kraftwirkungen, die in der Natur auftreten und beobachtet werden könne, lassen sich zwangslos in mehrere Gruppen einteilen. 

Direkte Wechselwirkungen werden als Nahkräfte bezeichnet. Dazu gehören Stoß- Reibungs- Zug- und Druckkräfte. Kraftwirkungen ohne eine direkte Kontaktwechselwirkung, besser vielleicht, ohne einen unseren Sinnen direkt zugänglichen Kontakt, werden als Fernkräfte bezeichnet. Dazu gehören Zentrifugalkräfte, elektromagnetische und gravitative Kräfte oder gege-benenfalls auch Trägheitskräfte. Trägheitskräfte werden auch als Scheinkräfte bezeichnet. Sogenannte echte Fernkräfte, also die Kraftwirkungen der Elektronen und der Gravitation werden noch von einer Vielzahl offener Fragestellungen begleitet. Deren Handhabung und deren technische Nutzung ist in vielfältiger Form erfolgreich möglich, aber das WIE und das WARUM hinsichtlich ihrer Ursache und ihres atomaren Prozesses ist größtenteils immer noch unbeantwortet. 


Die bisher gefundenen mathematischen Beschreibungsformen rein mathe-matisch zu interpretieren, führt zu Begriffen wie Raumzeit gekrümmte Räume, Felddefinitionen  und einer Vielzahl von neuen oftmals unbewiesenen Begriffen und Festlegungen. Allein die Nutzung  des unendlichen Raums setzt hier Grenzen und führt zur komplexen und teilweise unverstandenen Diskussionen, wie im Falle der Relativitätsphysik oder der Quantenphysik.

Moderne Formulierungen und manche Behauptungen werden, wegen ihrer oftmaligen Unbeweisbarkeit, zur physikalischen Glaubensfrage. 

Mit Focus auf die beiden korrespondierenden Gesetze, Coulomb und Newton, bzw. deren Wirkungen, Gravitation und elektrischen Feldkraft, lassen sich zwischen Materiepartikel, d. h. Protonen, Neutronen und Elektronen, die bekannten Kraftwirkungen beobachten. Hierbei ist anzumerken, dass ein Neutron innerhalb kürzester Zeit in ein Proton und ein Elektron zerfallen kann, was im Umkehrschluss bedeutet, dass es aus einem Proton und einem Elektron besteht. Innerhalb der klassischen Physik werden die elektromagnetischen Kraftwirkungen dem Elektron und die Gravitation dem Proton und Neutron zugeordnet. 

Schon an dieser Stelle muss die Fragestellung erlaubt sein, ob atomare Kraftwirkungen nicht einem einheitlichen, inneren atomaren Prozess zwischen den beteiligten Energiepotentialen zugeordnet werden kann. 

In all diesen Fällen sollte die scheinbare Akzeptanz der getroffenen Festle-gungen und Zuordnungen nicht darüber hinwegsehen, dass dies immer reine Interpretationen von gemessenen Kraftwirkungen, besser Impulsen sind und wegen der experimentell erzwungenen, externen Einwirkungen die Impulsgenerierungen als materielle Reaktionen der atomaren Bausteine anzusehen sind.

So werden zum Beispiel die Kennwerte des Elektrons im Rahmen des Millikan´s Versuches bestimmt, wo elektrische Kräfte und Gravitation eine zentrale Rolle spielen. 

Anders formuliert heißt dies, die den atomaren Bausteinen zugeordneten Kenngrößen, auch Eigenschaften, wie Ladung, Masse und eventuell notwendige Proportionsgrößen, besser Anpassungsfaktoren, sind allesamt aus den ermittelten Kraftwirkungen abgeleitet und damit ebenfalls indirekt, also aus dem Reaktionsverhalten der einzelnen Bausteinen bestimmt. 
Kraftwirkungen sind so  das Ergebnis atomarer Prozesse und damit als ein Reaktionsverhalten auf Einwirkungen, direkt oder indirekt, erklärbar. 

Indirekte Einwirkungen, also solche über Entfernungen setzen daher einen Informationstransfer voraus, den wir mittels beteiligter Energiebeträge beschreiben können. Dieser Energieanteil bezieht sich aufgrund der vektoriellen Kraftmessung immer auf eine beteiligte Spantfläche und ist zwingenderweise  ein resultierende Betrag aus dem atomaren Prozess. Die diesem Geschehen folgenden Prozesse folgen immer einem Zyklus, sind somit von der humanen Zeit-Definition unabhängig. Die Möglichkeit Gravitationseinwirkungen durch Trägheitskräfte zu kompensieren, zeigt deutlich ihre atomare Verwandtschaft und lässt Rückschlüsse einen einheitlichen, allen Reaktionen zugrunde-liegenden atomaren Prozess zu. 

Für eine einheitliche Prozessbeschreibung im Sinne Gravitation und Elektrodynamik ist daher der Trägheitsbegriff eines zyklisch umlaufenden Partikelsystems geeignet, wie er partiell ja bereits durch das allgemein bekannte Paradigma, eines um einen Kern kreisenden Elektrons, beschrieben wird. Berücksichtigt werden muss dabei, dass die damit gefundenen Kenngrößen und Definitionen nicht einem ungestörten atomaren Prozess entsprechen, sondern "nur" deren Reaktionsgrößen auf Einwirkungen, also quasi einer Prozessverschiebung entsprechen.

Trägheitskräfte solcher Systeme folgen der mathematischen Beschreibung 

                                  F  =  m v^2 / re

Hierbei kann v^2 / re als Beschleunigung des Massepartikels weg vom Systemmittelpunkt aufgefasst werden.